Archiv für Februar 2010

Nach den Ferien ist vor den Ferien

Donnerstag, 25. Februar 2010

Eine Woche Faschingsauszeit ist zu wenig, vor allem nach dem Zwischenzeugnis-Stress. Jetzt gilt es die Zeit bis Ostern zu überbrücken. Chillen geht schwer - teilweise sind die Schulaufgaben ganz schön hart.

Dafür ist es in Hohenschwangau, rund um unser Gymi zurzeit ziemlich ruhig. Sonst hat der Schulbus oft Probleme schlossdurchzukommen, vor lauter Neuschwanstein-Besuchern. Jetzt sind die Parkplätze fast leer.  Eigentlich die beste Zeit, sich die beiden Schlösser von König Ludwig anzuschauen…kommen nur die wenigsten drauf.

Sonderführungen Neuschwanstein

Ich würde mir ja lieber mit meiner Kumpels mal so eine besondere Schloss-Führung machen - mit Sektempfang im Innenhof von Neuschwanstein ! Davon halten meine Eltern wenig. Diese Highlights sind was für unsere erwachsenen Gäste, meinen sie.

Da bleibt mir nur auf Ostern zu hoffen - oben kann man dann meistens noch Skifahren. Unten im Tal, klar auch rund um unser Hotel Rübezahl, ist es dann schon grün. Vielleicht schaff ich es bis dahin, meinen Vater für ein neues BMX-Rad zu begeistern. Rund um den Forggensee cruisen,  abends mit Freunden abhängen und vielleicht geh ich ja auch mal mit Rosi mit.  Sie ist unsere Wellnesstrainerin und für das Aktivprogramm bei den Oster-Familientagen zuständig.cisne

Unter uns, manchmal fragt sich ja auch bei mir nach, was ich gut finde. Mit Erwachsenen und Kindern kennt sie sich gut aus. Nur wir Jugendlichen seien „schwierig”, was Freizeit und Bewegung angeht. Ich find nur schwierig, wie ich Skifahren, Biken und einen guten Happen Essen unter einen Hut bringen soll -

ciao…  Alex

Junior-”Chef” (14)

Ehrlich hin und hergerissen

Freitag, 19. Februar 2010

…Das bin ich jedes Mal, wenn sich das Wetter rund um unser Haus so zeigt, wie die letzten Tage. Natürlich freue ich mich mit unseren Gästen, die begeistert vom Schneeschuhwander Schneeschuwandern im Schwangauoder der Pferdschlittenfahrt zurückkommen.

Peter S. aus Stuttgart kam gestern zu mir und berichtete von der sportlich-rasanten Abfahrt vom Tegelberg.  Allein die Höhendifferenz von 900 Metern, eine hervorragende Pistenpräparierung am Tegelberg und die gesamte Streckenführung seien hier vor der Hoteltüre einfach genial.

Doch eigentlich hätte ich ihn ja lieber mit den Fischkreationen zum Start der „Fastenzeit” verwöhnt. Denn mit dem Aschermittwoch beginnt im christlich geprägten Allgäu ja noch die klassische Zeit des Verzichtens. Sie reicht bis Ostern und zeigt sich im Rübezahl bestimmt nicht als Verzicht sondern flexibel und kreativ. Ich nehme sie zum Anlass ausgesuchten heimischen und internationalen Fisch leicht zu präsentieren.

Elementare regionale Küche kommt in dieser Zeit ebenfalls groß raus. Fast vergessene Gerichte versuche ich ehrlich und doch unserem heutigen Gaumen gerecht anzupassen. Unserem Team fällt es teilweise nicht leicht, Lunchpakete für die Tagesausflüge vorzubereiten, anstatt mit schlichten und klassisch hervorragenden Gerichten zu überraschen. Trotzdem tun es alle mit viel Liebe zum Detail.

Verdenken kann ich es unseren Gästen allerdings nicht - sie haben jetzt täglich die Qual der Wahl zwischen einem romantischen Spaziergang um den verschneiten Schwansee und den super sonnigen Panoramawinterwegen.

koch201

Ein Trost bleibt - frische Luft, Bewegung und neue Erlebnisse machen hungrig und die Abendkarte geht jeden Tag anders darauf ein.

Ihr Küchenchef Franz Ehritz

Zwischen Gunglhos und Bleckenau

Samstag, 13. Februar 2010

Schon erstaunlich, wie angenehm ruhig es hier ist. Dabei liegen zwischen dem Schwangauer Gunglhos und meinem Arbeitsplatz nur zwei Kilometer.

Gestern war wieder einer dieser Abende, ein herausragendes Ereignis im faschingsverrückten Schwangau. Ich mittendrin. Hat natürlich lange gedauert, die Sketche, Stücke und Aufführungen waren ziemlich abgefahren. Umso angenehmer ist es jetzt hier. Eine Oase der Ruhe – ich liebe es, morgens ganz zeitig das Frühstücksbuffet für unsere Gäste vorzubereiten.

Die Vitalecke hat heute richtig schöne Cranberry´s bekommen und der Prosecco fürs späte Frühstück steht im Sektkühler bereit. Denn „meine Gäste“ im Rübezahl lieben eher die Ruhe, als Fasching, Karneval und Co.

Schloss Neuschwanstein

Dafür ist es hier momentan wie geschaffen. Der frisch gefallene Schnee dämpft alle Geräusche. Abends leuchten die beiden Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau zu uns herüber. Eine Zauberwelt, meinte das nette Ehepaar von Tisch neun.

Sie schwören ja auf die abendliche Flutlichtloipe am Fuß des Tegelberg.Tegelberg Ich an ihrer Stelle würde mich lieber im Pferdeschlitten warm eingepackt nach Hohenschwangau kutschieren lassen. Oder die super Rodelstrecke von der Bleckenau genießen. Bis einschließlich Aschermittwoch kann man sich mit dem Bus hinauffahren lassen. Dann beim Rodelverleih eine fahrbare Unterlage geschnappt und schon geht’s in Richtung Tal zurück.

Ach und bevor ich es vergesse: Gunglhos ist kein Ort sondern eine traditionelle Faschingsveranstaltung. Sie reicht bis in die Zeit des Flachsanbaus im Allgäu zurück. Wenn Sie´s genauer wissen wollen, fragen Sie mich – fragen Sie einfach nach der Monique vom Frühstücksservice.