Archiv für September 2010

Der Countdown läuft…

Donnerstag, 30. September 2010

Der Herbst malt rund um Schwangau die schönsten Farben. Er strahlt in allen Gold- und Rottönen über Neuschwanstein, Hohenschwangau, Säuling und Tegelberg. Wir haben dafür momentan leider keinen Blick. Zu sehr nehmen uns Organisation und Planung für den Umbau vom 04.10. bis 16.12.2010 in Anspruch.

Eine Baubesprechung jagt die nächste. Heizungsbauer, Innenarchitektin, Raumgestalter, alle wollen ihre konkreten Zeitabläufe mit uns festlegen. Denn eines ist ganz sicher -  das „relaunchte” Rübezahl wird ab 17.12.2010 in neuem Glanz erstrahlen.

Aktuelles – Rezeption zieht um

Als erstes geht die gesamte Rezeption am 03.10. an einen neuen Standort – zu uns nach Hause. Dort sind wir täglich von 8 – 18 Uhr für Sie telefonisch, per Mail und Fax erreichbar. Das ist mir persönlich sehr wichtig, damit all Ihre Fragen, Gutschein-Wünsche, Buchungsanfragen auch persönlich bearbeitet werden können.

Warum wir das machen?
Warum tut man sich so viel Stress, teils auch Ärger und finanzielles Risiko überhaupt an? Die Frage stellte kürzlich ein langjähriger Gast des Hauses.

>Weil wir Qualität für uns neu definieren wollen. Das hat im Rübezahl nichts mit größer, schöner, neuer zu tun. Wir halten nichts von riesigen Wellnesslandschaften, endloser Kapazitätssteigerung. Unsere Philosophie ist von Liebe zum Detail geprägt, gepaart mit unaufdringlichem Luxus, der Individualität und Regionalität widerspiegelt. Dazu haben wir uns unzählige Details überlegt, die jetzt bis Mitte Dezember umgesetzt werden.

Oft kleine Dinge, zum Beispiel viel Platz für Kosmetikartikel und Ablagen im Bad und einen eigenen Schminkplatz für die Damen. Die Herren werden sich über drehbare Flat-TV`freuen, ob sie vor dem Feuer sitzen oder auf dem Bett liegen.  Der Trinkbrunnen in jedem Zimmer schafft die Verbindung zu quellreinem Wasser, wie es hier im Allgäu vorkommt.

Als eher größere Investition bezeichnen wir den neuen Außenpool. Seine Lage hat den Architekt majestätisch genannt. Wie wahr, man schwimmt künftig mit direktem Blick auf Neuschwanstein und Hohenschwangau. Er meinte aber auch den komfortablen Einstieg ins wohltemperierte Wasser innerhalb des Hauses und den erweiterten Relaxbereich. Alle Veränderungen hier zu beschreiben, würde den heutigen Rahmen sprengen.

Nur so viel – wir planen langfristig, investieren laufend und greifen nur sinnvoll-passende Dinge und Trends auf. Denn die Pflege des Bewährten, die persönliche Note des Hauses, die aufrichtige Gastlichkeit hat Vorrang vor aller Veränderung. Das ist und bleibt so.

Ihre Giselle &  Erhard Thurm

Nur wer Veränderung liebt, der lebt!

Donnerstag, 23. September 2010

Ein bekanntes Zitat, das ich mir momentan besonders gern zu eigen mache und doch andererseits einschränke. Seit März planen, tüfteln und organisieren wir – mit einem klaren Ziel vor Augen.

Nämlich vom 04.10 bis 20.12. das Rübezahl vollständig zu renovieren, qualitativ zu erweitern, eben einem kompletten Relaunch zu unterziehen. Das dürfte ziemlich viel Veränderung mit sich bringen.

Damit aber auch alles so gelingt, wie geplant, haben wir uns zu einem sogenannten Muster-Zimmer entschlossen. Mit dem frühzeitigen Auf- und Ausbau eines kompletten Doppelzimmers wollten wir verschiedene Dinge erreichen:

1. Sehen, wie die theoretische Planung von ein paar, zugegeben, gewagten Inneneinrichtungsdetails in der Praxis wirken
2. Erleben, wie die Materialien, die Raumaufteilungen und die Badgestaltung in „echt” harmonieren
3. Der wichtigste Punkt – wir wollen bis zum gesamten Umbau Gästefeedback - um zu spüren, ob wir mit der feinen Mischung aus alpinem Lifestyle, regionaler Note und hochqualitativer Ausstattung den Geschmack unserer Kunden auch wirklich treffen.

Zehn Tage Zeit (!),  eine hochmotivierte Handwerkermannschaft und extrem professionelles Timing der ausführenden Firmen, haben es möglich gemacht. Aus einem „normalen Doppelzimmer” entstand ein komplett neues, anderes Wohngefühl. Aus „dem Bad” machten die Installateure ein Badeerlebnis mit LED-Licht-Dusche, viel Spiel- und Schminkraum für die Damen und einem echten Clou – eine leicht transparente Raum hohe Scheibe mit, wie könnte es anders sein, den Umrissen von Neuschwanstein, lässt Tageslicht in das klassisch-luxuriöse Bad. Aus dem Doppelzimmer sind nur Umrisse zu sehen – darauf hat meine Frau besonderen Wert gelegt. Doch was erkläre ich lange – wo doch ein Bild (oder mehrere Bilder) mehr sagt, als tausend Worte.

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Ihr Erhard Thurm

PS. Warum ich Veränderung einschränke? Weil sich zwar die Ausstattung weiter entwickelt, die Atmosphäre des Rübezahl und seiner Menschen bleibt gewohnt verlässlich.

Hier können Sie die Entstehung des Musterzimmers mitverfolgen:

Der ganze Stolz der Bauern

Donnerstag, 16. September 2010

Am Samstag ist es wieder soweit – wie jedes Jahr am 18.09. staunen viele zufällige Schlossbesucher in Hohenschwangau über die Ursprünglichkeit der Schlössergemeinde Schwangau.

vaca20Es ist Viehscheidtag. Der Tag, an dem die stolzen Bauern des Dorfes ihre „geälpten” Tiere in Empfang nehmen. Nach 100 Tagen Sommerfrische auf höher gelegenen Alpen, so heißen die Almen auf Allgäuerisch nämlich, kommen die Jungrinder wieder ins Tal. Diese Tradition ist wichtig – auch für uns. Es sieht nicht nur schön aus, wenn rund 200 Tiere mit sauberem Kopfschmuck und geputzten Glocken und Schellen durch die Straßen ziehen.

Sie sind natürliche Landschaftpfleger, Lebensmittelerzeuger und traditionserhaltend obendrein. Dafür danken wir an dieser Stelle allen Bauern des Ortes. Ohne sie wären die gepflegte Kulturlandschaft, die Sicherung der Hochlagen und die hervorragenden Rohmilcherzeugnisse nicht machbar.

Das sehen wir im Rübezahl als echten Wert an. Auch und vor allem unser Küchenchef weiß das zu schätzen. Seine Menükreationen leben von ehrlichen Lebensmitteln, wie der Milch, den Eiern, dem Joghurt, dem Käse aus der Region.

Das „Gold des Allgäus” erlebt man hier authentisch mit Berghüttenflair in der Zirbelstube, beginnt den Morgen am Frühstücksbuffet mit frischen Zutaten und staunt über die edle Zubereitung bei Kochkursen in der Hotelküche. Das wird künftig noch viel häufiger der Falls sein. Denn sobald der Um- und Erweiterungsbau steht, haben wir eine echte Showküche – für alle, die nicht nur gut essen, sondern auch selbst gern und raffiniert kochen möchten.

Doch momentan freuen wir uns auf den Samstag mit den gut genährten Tieren, ihrem natürlichen Kopfputz aus Zweigen und Alpenblumen und das vielstimmige Glocken- und Schellengeläut – ein wahres Erlebnis!

Um 12.30 Uhr ist es in Hohenschwangau so weit, dann ziehen Herden und Halter in den Schwanseepark ein. Kommen Sie doch einfach mit!

Ihre Giselle Thurm

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Der Farbenrausch beginnt

Freitag, 3. September 2010

alpseeSeit heute Nacht läuft der Count Down für ein natürliches Farbspektakel. Erfahrungsgemäß, sobald die Nachttemperaturen um die 0 Grad Celsius haben, beginnt sich der Mischwald rund um unser Hotel zu verfärben.

Entsprechend klar ist der heutige Morgen, stahlblauer Himmel und eine Bergsicht, wie sie nur der beginnende Herbst hinbekommt. Das heißt nicht, dass es jetzt kalt bleibt, ganz im Gegenteil. Der Spätsommer und beginnende Herbst hat hier meist sehr viele angenehm, milde Sonnentage.

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An so einem Tag müssen auch die Bilder von Neuschwanstein entstanden sein, die buchstäblich um die ganze Welt gehen, Kalenderblätter zieren und bei meinem Freund Jack in Arizona sogar als Fototapete hängen!
Dass die Realität schöner ist, sehe ich momentan an meinem Arbeitsplatz. Der Rasen braucht einen neuen Schnitt und ich werf immer wieder einen Blick rüber zu den beiden Schlössern, wann sie jetzt im ersten rot-goldenen Bergwald erscheinen. Das ist auch die beste Zeit, in Richtung Bleckenau zu wandern, am Alpsee vorbei übers Königssträßchen zum Schluxen zu laufen oder das Ganze mit dem Bike zu unternehmen.

Herbst-Wandern, Radler-Pauschale und Tage zum Joggen sind darauf eingestellt. Falls Sie zusätzlich Tipps brauchen – die Kolleginnen von der Rezeption kennen sich ganz gut aus und sonst fragen Sie einfach mich.

Ihr Hausmeister Norbert