Sep 25 2011

Die Last des Lobes

Ein Blick zurück – Anfang Februar. Anruf aus Hamburg, zwei Mitarbeiter von GeoSaison möchten im Haus fotografieren. Auf Nachfrage wofür, zu welchem Anlass, die lapidare Antwort: es handelt sich um eine eventuelle Reportage. Mehr könne man im Moment dazu nicht sagen. Tage später kommt ein Fotograf in Begleitung, stellt sich korrekt vor, gibt sich ansonsten zugeknöpft. Er wolle im Haus fotografieren. Nein, Unterstützung, geschweige denn Beratung, wo, was, wie am besten in Szene gesetzt werden kann, brauche er nicht. Nach zwei Stunden sind sie wieder weg.

Einige Monate später ein Anruf aus der Hamburger Redaktion. Ich sollte doch bitte ein Zimmerbild per Mail senden. Wofür konkret? Die Antwort bleibt vage. Ein ungutes Gefühl in der Magengrube, ich schicke es trotzdem per Mail los. Monate vergehen.

geosaisonIm September bekommen wir über unsere hauseigene Presseagentur eine Presseinformation aus dem Haus Gruner + Jahr. Dort wird die GeoSaison, DAS Hochglanz-Reisemagazin der Republik, verlegt. Das Hotel Rübezahl sei zu den achtzehn schönsten Landhotels in Deutschland gekürt worden. Besser, die Redaktion hat sich nach eigenen Kriterien quer durchs Land Häuser im Viersterne-Bereich angesehen, die in Preis und Leistung, durchs Konzept, die besondere Lage, ihre Individualität, aus der breiten Maße herausragen. So die spätere Erklärung.

Damit ist bei uns der Druck aus dem Kessel, die Skepsis, was aus dem introvertierten Verhalten der Hamburger Redaktion zu schließen ist, wandelt sich in Freude. Ja, wir freuen uns, uns im „who is who” der der deutschen Landhotels als Nummer 9 von dann doch insgesamt 17 Häusern wiederzufinden.

Beschreibungen wie: Wer sich hier besonders wohl fühlt: „Monarchisten, Genießer und Romantiker”, ja das schmeichelt und gibt die Hausphilosophie wider. Die beschriebene Situation ist aber auch eine Innenansicht, wie nah Erfolg und die Sorge um Nichterfolg beieinanderliegen. Auch wenn man vom eigenen Konzept noch so überzeugt ist, Qualität lebt und Gastgeber von Herzen ist, bleibt man doch angreifbar. Denn die eine Momentaufnahme, der Besuch des Redaktionsteams, entscheidet letztendlich über die Beurteilung an ziemlich prominenter Stelle. Da kommt man sich dann vor, wie auf einem schmalen Grat hoch oben in unseren Allgäuer Bergen! Ein falscher Tritt und man fällt öffentlich ins Bodenlose.

bergeApropos, droben am Berg ist es momentan strahlend schön, mit ungetrübter Fernsicht und dem weichen, wehmutsvollen Licht des Herbstes. Jetzt ist die Zeit, den Sommer in einem milden Sonnenlicht zu verlängern, auf die Höhen zu gehen und abends vor dem Kamin in Ruhe den Tag ausklingen zu lassen – hier im ruhigen Umfeld der Königsschlösser.   (schauen Sie unsere Aktiv-Pauschalen).

PS: und die Gratwanderungen mit Rucksack und Wanderschuhen ist um einiges ungefährlicher, als eine anonyme Hotelbewertung – denn man bewegt sich auf gesicherten, gut ausgeschilderten Bergwegen. Das ist beim unternehmerischen Weg etwas anders: Auch bei der besten Routenplanung sind die Wegabschnitte nicht immer klar einsehbar – umso größer ist dann die Freude, wenn man ein hohes Ziel erreicht hat – so, wie die „Adelung zu einem der schönsten Landhotels” eben. Vor allem auch deshalb, weil wir ganz sicher und transparent gesehen haben, diese Redaktion lässt sich nicht in die Karten schauen, sich damit auch nicht beeinflussen – deshalb von dieser Stelle ein herzliches Dankeschön nach Hamburg für die neutrale und deshalb besonders wertvolle Beurteilung.

Herzlichst
Ihre Giselle Thurm

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One Response to “Die Last des Lobes”

  1. Stefanieon 20 Okt 2011 at 08:28

    Liebes Rübezahl-Team,
    obwohl wir noch gar nicht bei Ihnen zu Gast waren – das werden wir erst ab morgen für ein Wochenende sein – spiegelt sich doch für mich in dieser Bewertung und der Art, wie Sie damit umgehen, die Herzlichkeit und Persönlichkeit wieder, die mich bewogen hat, Ihr Hotel für unser besonderes Wellnesswochenende zu buchen. Ich habe bereits vorab solch nette Kontakte zu Ihnen erleben dürfen – sei es mit der Dame vom Wellnessbereich, die die Wellnessanwendungen ganz nach unseren (Termin-)Vorstellungen gebucht hat, oder aber mit der Reservierung und der Küche, die meine Nahrungsmittelunverträglichkeiten unkompliziert und problemlos aufgenommen haben und mir versichert haben, dies individuell zu berücksichtigen. Nun freue ich mich noch mehr, ab morgen in den Genuss Ihrer Gastfreundlichkeit zu kommen! Herzliche Grüße!

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