Archiv für die Kategorie „Allgemeines“

Zwischen Romantik und Liebesblödheit

Freitag, 27. August 2010

Was ist bloß aus der Romantik geworden? Sich fallen lassen, taumeln, lodern, liebesblöd sein - das bedeutet für eine Gesellschaft, die es gerne hübsch nüchtern und geordnet hat, nichts mehr.

Romantische Gefühle mögen unzeitgemäß sein und sind im Supermarkt nicht zu kaufen. Aber sie bleiben dennoch: unersetzlich. So schrieb WELT-online vor Kurzem und ich war versucht, mit einem Leserbrief darauf zu antworten. Stattdessen habe ich mich für unsere Blog entschieden.

Die Botschaft ist dieselbe. Meine Erfahrungen mit romantischen Hochzeitspaaren in unserem Haus einfach nur positiv. Sie sind ganz einfach verliebt, romantisch, wie das reizende Pärchen in der vergangenen Woche. Sie haben sich ein Picknick für Zwei mit Schlossblick gewünscht.

Franz Ehritz , der Küchenchef bestückte den Picknickkorb mit allerlei Leckerem, vom Kuchen über Obst bis zu heimischem Käse und Schinken, Sekt und Selters.

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Da es ziemlich heiß war an diesem Tag habe ich die beiden als Chauffeur im BMW-Barockengel an eine einsame Stelle nahe der Pöllat gebracht, habe mich verabschiedet und in der Zwischenzeit selbst eine geruhsame Runde in unserem Oldtimer gedreht.

Nach rund zwei Stunden sollte ich sie abholen, fand sie, malerische auf einer Sandbank, im kühlen Flussbett wieder. Leider wollten sie nicht fotografiert werden, wäre sehr romantisch rübergekommen!

Anschließend machten wir noch einen Abstecher durch die Altstadt von Füssen. Ich hielt, ganz Chauffeur, direkt am Stadtbrunnen. Die beiden gönnten sich ein hervorragendes Eis und wohl auch die Blicke, die sie im ungewöhnlichen Fahrzeug auf sich zogen. Rührend, wie sich beide anschließend bei mir bedankten. Und romantisch, die Blicke, die beide tauschten.

Es ist also keine Frage des Geschlechts, ob man Romantik zulässt. Wer sich traut, in unseren selbstinszenierenden Zeiten Gefühle und wahre Romantik zuzulassen, wird schnell merken - sie sind unersetzlich, auch nicht durch noch so schöne Filme. Die Realität toppt alles, sagten auch die beiden von letzter Woche !

Ihr Erhard Thurm

Streng geheim und heiß begehrt

Freitag, 20. August 2010

pilzEs ist Pilz-Zeit! Wohl dem, der gerade jetzt zur Steinpilz-Hochzeit die streng geheimen Fundorte des geschätzten und aromatischen Speisepilzes kennt. Darüber mache ich mir, ehrlich gestanden, keine Sorgen. Denn unser langjähriger Pilzfreund und -Kenner Peter kennt die Wälder rund um Schwangau wie seine Westentasche.

Gestern brachte er nach dreistündiger Suche eine so große Ausbeute mit, dass wir ihn auf die Abendkarte setzen konnten.

Sein Aroma, das von den Gerüchen des Waldes durchdrungen ist, verzückt Feinschmecker geradezu - auch unseren Chef! Es tut gut, wenn der eigene Chef in die Küche kommt und einen Nachschlag von der Steinpilzrahmsuppe an Blätterteig-Croutons möchte, oder?

Aber ganz im Ernst, Peter beliefert uns seit Jahr und Tag zuverlässig in Qualität, Frische und sicherer Bestimmung der heimischen Pilze. Dabei achtet er streng darauf, nie zu viel von einem Standort zu nehmen, damit immer genügend Pilze nachwachsen können. Er erklärt auch jedes Mal unseren Gästen wieder lachend, warum der Steinpilz Steinpilz heißt.

Nein, er wachse nicht auf Steinen, wie der Name vielleicht suggerieren mag. Steinpilze haben ein härteres Fleisch als andere Pilze und werden nicht weich, wenn man sie zubereitet. Man kann sie problemlos schmoren, braten, trocknen oder zu Risotto verarbeiten. Übrigens wachsen sie vorzugsweise in der Nähe von bestimmten Bäumen - sie sind sogenannte Mykorrhiza-Pilze von bestimmten Bäumen, das heißt, sie leben in Partnerschaften mit ihnen. Das machen auch die Namen der Steinpilze deutlich. Denn es gibt nicht nur den einen Steinpilz, sondern verschiedene Arten, wie den Fichtensteinpilz, den Kiefernsteinpilz oder den Eichensteinsteinpilz, auch Sommersteinpilz genannt.

Wir behandeln sie sorgfältiger als die sprichwörtlichen rohen Eier. Sie sollten nicht gewaschen werden, deshalb putzen wir sie mit einem Pinsel sorgfältig ab, befreien sie von Resten des Allgäuer Waldbodens, Fichten- und Tannennadeln. Dann tupfen wir sie vorsichtig mit Küchenpapier ab, bevor wir sie in Rahm anrichten, gebraten mir Rührei servieren, oder als Bett für ein zartes Kalbsschnitzel dekorieren.

In diesem Sinne guten Appetit an alle Pilzliebhaber.
Ihr Küchenchef Franz Ehritz

Des Königs Geburtstag

Freitag, 13. August 2010

Erinnern Sie sich? Im Juli haben wir über die Königs-Gala berichtet. Sie ist eine von drei Veranstaltungen, die sich rund um den Geburtstag von Ludwig II. ranken.

img04555Warum man hier auch 165 Jahre nach seiner Geburt das Datum noch so hoch hält, fragen Sie sich jetzt vielleicht. Der „Königswinkel” und seine Menschen haben seit jeher eine andere Beziehung zu den Wittelsbachern gehabt. König Ludwig II. war zwar ein scheuer Monarch, doch die Bevölkerung hat zu allen Zeiten fürs Schloss gearbeitet und viele spürten seine wohltätige Hand. Das wirkt bis heute.

Außerdem verschweigt hier auch niemand, dass das kühne Bauwerk über der Pöllatschlucht der touristische Magnet der Region ist. Kürzlich las ich eine Umfrage über die beliebtesten Regionen Deutschlands. Keine Frage, Neuschwanstein war auf den vordersten Rängen zu finden. Noch weit vor der Metropole München. Doch was macht die Faszination, die Strahlkraft aus? Ich glaube immer noch fest, dass wir uns alle über die Einzigartigkeit des Bauwerks, die extrem schöne Lage und den Mythos um das Leben und Sterben von Ludwig II. Gedanken machen. Er ist einfach einzigartig in einer heute sonst so austauschbaren Welt.

Deshalb bekommt er auch am 26.08., einen Tag nach seinem 165. Geburtstag, wieder ein besonderes Andenken. Das Schloss öffnet sich abends zur „Königlichen Abendmusik”. Der Erlös wird für die Kinderkrebshilfe Königswinkel gespendet. Dieser Abend ist kein Konzertabend im herkömmlichen Sinn - eher eine musikalische Schloss-Begehung. Zu Beginn heißt der „Schlossherr” und Schlossverwalter alle Gäste im oberen Hof Willkommen.

Bei Fackelschein ertönen Begrüßungsfanfaren. Anschließend werden im oberen Schlosshof die Besucher in Gruppen eingeteilt und durch ausgewählte Räume des Märchenschlosses geführt. Schlossführer geben historische Einblicke in das Leben von König Ludwig II. Musikalische Einlagen greifen die Atmosphäre der Räume auf und verstärken sie. Im Sängersaal treffen alle Besucher wieder zusammen. Dort genießen sie dann die etwa einstündige königliche Abendmusik. So berichtet die Tourist Information.

Janet Chvatal und Marc Gremm, beide aus dem Ludwig Musical bekannt, werden den musikalischen Part der Abendmusik leiten. Mit dabei sind der Tölzer Knabenchor, John Artur Westerdoll und „Die Alp-Hörner”. Eintrittskarten gibt es ausschließlich im Vorverkauf bei der Tourist Information Schwangau. Preis: 36 €, ein Bustransfer ist eingerichtet.

Danach können Sie in aller Ruhe hier noch mit einem schönen Glas Champagner auf „unseren Kini” und seinen Geburtstag anstoßen. Ich finde diesen Anlasse einfach bezaubernd. Übrigens, was bezaubert Sie an Neuwschwanstein?

Ihre Giselle Thurm

Märchenhaftes hat er dort erlebt

Samstag, 7. August 2010

castleDas sagt einer, der vier Jahr Herr über Neuschwanstein war - Rudolf Reiser. Jetzt hat er zum 01.08. das Flaggschiff in der bayerischen Flotte von 45 Schlössern, wie es der Präsident der Bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung Neuschwanstein umschrieb, an einen Allgäuer übergeben.

Hubert Nikol, der neue Hausherr wird künftig unser Ansprechpartner sein, wenn wir uns persönlich um „besondere Besichtigungstermine” bemühen.

Ich staune immer wieder, dass selbst langjährige Gäste des Rübezahl dem „Kini”, wie König Ludwig in Bayern liebevoll genannt wird, immer wieder die Referenz erweisen. Dann besorgen wir für unsere Gäste die dreißigminütige Führung. Praktisch dabei, die Uhrzeit ist vorgegeben, Wartezeiten sind damit kein Thema.

Etwas mehr Vorlauf brauchen wir, wenn eine Führung außerhalb der Öffnungszeiten gewünscht wird. Dann stimmen wir uns mit der Schlösserverwaltung telefonisch oder persönlich ab, lassen uns Datum und Uhrzeit, abends nach 18 Uhr, bestätigen. So kann man exklusiv ab zwei Personen eine ausführliche, zweistündige Führung durch Deutschlands bekanntestes und beliebtestes Schloss bekommen. Zugegeben nicht ganz billig, aber ohne Besucherströme, mit viel Ruhe, noch mehr Fachwissen und Anekdoten durch den Schlossführer und mit einem wunderbar-romantischen Ausklang.  Ein Candle-Light-Dinner bei uns im Restaurant.

candle201Den Blick auf das weiß beleuchtete Neuschwanstein gerichtet, schwelgt man in Gourmetkreationen meines Kollegen und genialen Küchenmeisters Franz Ehritz. Man gönnt sich ja sonst nichts, oder?

Ihre Christiane

Regentage machen schön

Freitag, 30. Juli 2010

Manchmal frage ich mich, warum für eine Reise an Nord- und Ostsee selbstverständlich Regensachen zum Urlaubsgepäck gehören. In den Bergen scheint Regen weniger beliebt. Dabei haben Regentage sehr schöne Zeiten, für Haut und Haar und für die Seele. Wenn tiefe Wolken an den Berggipfeln streifen, dicke Tropfen aus dem Himmel platschen, dann atmet die Natur auf.

Flora und Fauna brauchen die Feuchtigkeit, wir auch. Deshalb unternehmen wir auch an Regentagen unsere Wanderungen, folgen den Spuren des Wassers vom Regentropfen, über das Rinnsal am Wegrand bis zum plätschernden Bach und zum ruhig dahin strömenden Lech. Dabei habe ich bisher nur begeisterte Menschen erlebt.

Zugegeben, es braucht Überwindung ins Kühle rauszugehen. Doch dann fängt einen eine stille, reine Natur ein. Geräusche hören sich mit Regen anders an, mystischer Nebel dampft über dem Alp- und Schwansee. Und plötzlich sieht die gewohnte Umgebung ganz anders, ja neu, aus.

Ruhe und Gelassenheit legt sich über jede Wandergruppe, die ich bisher durch den erfrischenden Allgäuer Regen geführt habe. Und anschließend weiß jeder das Grün des Allgäus und die Klarheit von Bächen und Seen viel mehr zu schätzen.

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PS.: Der Teint liebt solche Streifzüge, wird klar und frisch. Danach noch ein entspannendes Bad in der Therme Romana, eine wohltuende Massage und Körper und Seele sind wie neu geboren - versuchen Sie es - natürlich mit passender Regenkleidung!

Ihre Wellness-Gabi

Der König kehrt an seinen Schauplatz zurück

Freitag, 23. Juli 2010

So könnte der Titel für die beliebte “Des Königs Musical Gala” titeln, die bisher im Festspielhaus Füssen veranstaltet wurde.

c1083090c5Am 21. August stehen Janet & Marc in ihren beliebten Musical Rollen der “Kaiserin Sissi” und des “König Ludwigs II.” diesmal auf der Bühne des Kurhauses Schwangau.

Quasi nur einen Steinwurf weit weg vom Originalstandort des „Kini”, Hohenschwangau und Neuschwanstein.

Als musikalische Gäste wurden Nils-Holger Bock, der im Musical “Ludwig²” in der Rolle des “König Ludwig II.” und des “Schattenmanns” mitwirkte und momentan als “Johnny Cash” im gleichnamigen Musical zu bewundern ist, und Axel Herrig, der das Musical-Publikum mit seiner verblüffend originalgetreuen Darstellung der Wiener Legende “Falco” im Musical “Falco Meets Amadeus” faszinierte, eingeladen.

Ich bin mir zwar ziemlich sicher, dass König Ludwig diesen öffentlichen Auftritt seiner Person nicht geschätzt hätte, so zurückgezogen, wie er lebte. Doch bei aller Ehrerbietung für den „Schöpfer” unseres Königswinkels, ich finde die Gala herzergreifend, romantisch - einfach schön.

Nicht umsonst haben wir die Musik des legendären Ludwig-Musicals in unsere “1.001 Nacht orientalischer Raum” integriert. Dort zelebrieren wir ein königliches Bad für zwei in Rosenblüten. Selbst auf der Zunge zergeht das Romantikangebot König-Ludwig. Franz Ehritz, unser Küchenchef legt beim vier-Gänge-König-Ludwig-Menü ziemliche Raffinesse an den Tag.

Übrigens sind für die Königs-Gala Überraschungsgäste aus der Region angekündigt. Ich tippe auf ein Ludwig-Double aus Füssen, mein Mann favorisiert einen Ludwig-Darsteller mit ausgebildeter Stimme. Wir sind gespannt!

PS.: Eintrittskarten besorgen wir für unsere Gäste natürlich gerne.

Ihre Giselle Thurm

Ein Traum geht in Erfüllung

Dienstag, 6. Juli 2010

es war Liebe auf dem ersten Blick!

es war Liebe auf dem ersten Blick!

Ein- oder Zweispännig in der Zweisitzerkutsche durch Ludwigs Märchenland zu fahren, ist schon lange mein Traum. Zugegeben, es klingt kitschig, ich oute mich trotzdem, weil die Freude so groß ist.

Über eine Anzeige bekam ich den Hinweis, in der Nähe von Stuttgart würde genau so ein „Gaiwägelchen”, zum Verkauf angeboten, wie ich es mir seit Jahren wünsche. Und tatsächlich es war Liebe auf den ersten Blick !

Inzwischen haben wir das gute Stück per Anhänger ins Allgäu gebracht und festgestellt, dass wir es noch gehörig aufmöbeln müssen. Schließlich soll es ja Tipp-Topp sein, damit unsere Gäste ihre romantischen Ausfahrten auch wirklich genießen können.

Mein Mann Erhard hat die Idee gehabt, den Schuster Griessmann aus Schwangau zu fragen ob er uns helfen kann… Er ist gerade dabei, dem guten Stück ein lederbespanntes Verdeck maßgeschneidert anzupassen. Dabei hilft ihm unser Sohn Alexander mit Begeisterung. Für die farbliche Gestaltung hat der Maler Herbert Peter gesorgt !

Anschließend haben wir zusammen mit unserer Freundin Sabine, (die dafür extra die gesetzlich vorgeschriebene Kutscherprüfung gerade absolviert), die erste Ausfahrt unternommen. Das Pferd Niko übrigens gehört ihr auch !

Bilder gibt es dann hier zum Anschauen. Und zur Vorfreude für alle Pferdeliebhaber und Romantiker.

Meine Freundin  (im richtigen Leben ist sie Buchhalterin) wird sich künftig viel Zeit nehmen, unsere Gäste individuell, mal mit, mal ohne Picknick, über stille Wege und Straßen mit ein- bzw. zwei PS zu kutschieren. Gibst was Lässigeres?

Bilder gibt es dann hier zum Anschauen. Und zur Vorfreude für alle Pferdeliebhaber und Romantiker.

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PS.: Übrigens heißt so eine kleine Kutsche im Bayerischen „Gaiwagen” (oder “Gäuwagen”). Kennt jemand die genaue Bedeutung dieses Begriffs? Auf Wikipedia hab ich dazu nichts gefunden.

Hier können Sie unsere neue Kutsche einbuchen
Ihre Giselle Thurm

Die KönigsCard als Königsweg?

Donnerstag, 1. Juli 2010

DruckGratis aber nicht umsonst sind sie alle. Wie sie auch heißen, von der SalzburgCard bis zur nagelneuen KönigsCard. Die „Mehrwert-Chipkarten” von Destinationen, Orten, grenzüberschreitenden Verbünden kommen im Tourismus immer stärker, werden von Gästen nachgefragt und von den beteiligten Dienstleistern scharf kalkuliert.

Dass sie gut sind, vor allem die neue ganzjährige KönigsCard, für das Ostallgäu, das Ausserfern und die Ammergauer Alpen zusammen, steht außer Frage. So lautet auch das Editorial im Reiseführer der Card: „Zahlst Du noch oder hast Du schon die KönigsCard?”.

Doch im Ernst, sie ist sehr attraktiv, verbindet 150 Freizeiteinrichtungen (ganzjährig) und setzt sie, für den Gast kostenlos, auf eine gemeinsame Chipkarte.

Natürlich wird die Urlaubsplanung für den Endverbraucher dadurch leichter kalkulierbar, die Kosten überschaubarer.  Denn zufriedene, gut entertainte Kunden bzw. Gäste kommen wieder. 

Deshalb werden auch wir Partner ab Oktober 2010 !  Dann nehmen Gäste des Rübezahl von der ersten bis zur letzten Minuten sämtliche Freizeiteinrichtungen von den Bergbahnen, über Frei-, Hallen- und Erlebnisbäder, die Forggenseeschifffahrt, eben nahezu alles zwischen Neuschwanstein, der Wieskirche, Zugspitze und der Naturparkregion Reutte kostenlos in Anspruch. Wohl gemerkt Sommer und Winter.

Die meisten vergleichbaren Cards von Mitbewerbern sind nur auf den (günstigeren) Sommer ausgelegt. Ja eben das ganzjährige Angebot macht sie für uns als Dienstleister teurer und für unsere Gäste wertvoller. Das denken wir zumindest und sind gespannt, wie Sie darüber denken.

Wir freuen uns auf Ihre Meinung.

Ihr Erhard Thurmkoenigscard10

„Isar 12–bitte kommen“–der BMW Barockengel im Rübezahl

Samstag, 26. Juni 2010

oldie31Wenn der Ruf  “Isar 12 - bitte kommen!” ertönte, konnten sich Fernsehzuschauer auf eine knappe halbe Stunde spannender Unterhaltung einrichten. Die Krimiserie “Funkstreife Isar 12″ lief bei der ARD ab 1961 im Vorabendprogramm und brachte es bis 1963 auf immerhin 35 Folgen.

Sie scheint bis heute nachzuwirken - schon allein wegen dem schnittigen Streifenwagen “Isar 12″, einem BMW “Barockengel”. Immerhin wiederholte der Bayerische Rundfunk die Serie ab 2006 noch mal.

Und spätestens beim Wiedersehen mit dem unvergessenen flaschengrünen Auto, einem BMW 501, der seiner runden Form wegen auch “Barockengel” hieß, war für mich klar - so ein Wagen würde sich in unserem Haus sehr gut machen.

Für die 140 PS unter seiner Haube fuhr er für damalige Verhältnisse rasante 180 Stundenkilometer, und beim Anblick des Barockengels schlagen die Herzen aller Oldtimerfans höher. Meins auch, aber nicht nur.

Zu meiner absoluten Überraschung unterstützte Alexander, unser 14-jähriger Sohn, von Anfang an meine Idee, einen BMW 502 als Hotel-Oldtimer anzuschaffen. Gesagt, getan, seit Kurzem ist ein eleganter silberfarbener Barockengel unser gemeinsames Eigentum.

Vater und Sohn sind Anteilseigner! Die ersten Wochen waren allerdings nicht ganz störungsfrei mit unserer neuen Liebe. Undichte Gummilippen an Front- und Heckscheibe, eine gerissene Öldruckleitung auf dem Weg zum Autosattler und noch ein paar Kleinigkeiten stellten unsere Begeisterung auf eine harte Probe. Inzwischen längst vergessen - die Bilder entstanden bei unserer ersten gemeinsamen Ausfahrt nach Neuschwanstein und auf dem Weg zur Wieskirche.

Jetzt schnurrt die alte Dame zuverlässig und sehr nobel bei individuellen Gästeausfahrten mit Chauffeur oder bei der Fahrt zum Standesamt. Ganz besonders kann man sie für den schönsten Tag im Leben, die kirchliche Hochzeit ausstaffieren. Ich freue mich jetzt schon darauf, wenn zu besonderen Anlässen der Engel aus den bayerischen Motorenwerken einen glänzenden Auftritt haben wird.

Ihr Erhard Thurm

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Energie für meine Wadeln

Samstag, 19. Juni 2010

Mountainbiker, die auf ihren vollgefederten Bikes, in stylischem Outfit an mir vorüberziehen, hießen bisher bei mir Motivationsbremse.  Warum? Weil sie offensichtlich mühelos zwischen Säuling, Tegelberg und der Bleckenau Höhenmeter kurbeln.

Natürlich schwingt etwas Neid mit, wenn ich am Lenker hänge und die Zähne zusammenbeiße, während hunderte von Bikern voll motiviert zwischen dem idyllischen Voralpenland, vorbei an Neuschwanstein zu den Singletrails, Richtung Ammerwald, durchstarten.

Doch das hat jetzt ein Ende. Nicht, dass ich mehr Zeit fürs Konditionstraining habe, nein. Die Alternative heißt Movelo und greift immer dann ein, wenn meine Wadeln die Kraft verlassen. Die optisch ansprechenden E-Bikes gibt’s seit Kurzem in der Radregion Ostallgäu. Bei uns bringt sie ein Radsportgeschäft auf Bestellung gleich ins Hotel.

Sie fahren zwar auch nicht von allein, aber der umweltfreundliche Motor unterstützt die Pedalumdrehungen und verleiht dem Fahrer bis zu dreifache Kraft. Damit bewältigen auch Genussradler, wie ich, weite Strecken und steile Bergstraßen ganz entspannt und mit einem Lächeln. Adieu schmerzverzerrtes Gesicht, willkommen Radeln im Wohlfühlbereich.

Meine erste Ausfahrt hat mich zur Wieskirche geführt. 25 Kilometer einfache Strecke, abseits aller Autostraßen. Durch Wiesen und Wälder und mit dem sicheren Gefühl, der Akku reicht locker. Ja, mein eigener und der dezent unter dem Sattel integrierte Hilfsmotor. Der schnurrt maximal 60 Kilometer, je nach Steigung und Kraft meiner eigenen Beine. Dann geht er wieder an die Steckdose.

Eine feine Sache mit bezahlbarer Leihgebühr von 20 Euro pro Tag. Vielleicht probieren Sie es ja selbst mal in Verbindung mit dem Aktiv-Sommer Angebot im Allgäu mit sieben Übernachtungen im Hotel Rübezahl.

Mit dem eBike bleibt der Blick entspannt auf die wunderbare Natur, das Märchenschloss Neuschwanstein, die malerischen Seen gerichtet. Sturer Asphaltblick und schwerer Tritt adieu, den eBikes sei Dank.

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