Archiv für die Kategorie „Sport & Aktivitäten“

Weiße Weihnachten

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Denken Sie jetzt an White Christmas, das meist verkaufte Weihnachtslied aller Zeiten? Die 1947 veröffentlichte Version mit Bing Crosby, gilt mit geschätzten 50 Millionen verkauften Singles als das meistgehörte und bekannteste Weihnachtslied.

img_0369Falsch geraten. Weiße Weihnachten heißt für mich hier, dass ein Stück Kindheit auflebt. Wenn plötzlich Schneeflocken fallen und die Welt draußen stiller wird. Wie in Watte gepackt. Dann kommt so ein Gefühl von Weihnachten in mir auf, so wie es sein sollte und früher war. Mit Schlitten fahren, durch den tiefen Schnee stapfen.

Heute als Erwachsene nenne ich es lieber Alpine Gesundheit. Intakte Natur, klare frische Luft und eben diese gedämpfte Geräuschkulisse – das hilft, ziemlich schnell von den Touren runterzukommen. Klar weiß man, Bergurlaub ist gesundheitsfördernd. Was überrascht, ist die Tatsache, dass es keine großen Events oder Treatments drum herum braucht – mit ausreichend Bewegung, dem Wechsel von An- und Entspannung, aber auch nachhaltiger Ernährung werden Körper und Geist gepflegt.

Und das ist mehr als ein Zustand, es ist zunehmen auch ein Lebensstil. Zum Glück können wir das auch an unseren Gästen sehen. Mehr und mehr nehmen sie sich Zeit, im Zweispänner abseits die Winterwelt zu genießen, auf Schneeschuhen durch die weiße Pracht zu stapfen. Dann ist es immer besonders schön, aus der Kälte ins Warme zu wechseln. Ob Sauna oder Sanarium, darüber mag man geteilter Meinung sein. Aber der Wechselreiz von Kalt und Warm, die Kombination von Anspannung und Entspannung sind wie ein Wundermittel für Geist und Seele.

Das schenkt unserem Körper eine wertvolle Auszeit im Hochleistungssport, was wir heutzutage Leben nennen. Außerdem machen die Berge und Täler im Königswinkel weniger Lärm als wir gewohnt sind. Je höher man hinaufsteigt, desto weiter entfernt sich der Lärmpegel der Zivilisation. Schritt für Schritt lernt man die Stille zu hören. Viel Ballast des täglichen Lebens lässt sich hier abwerfen. Und schließlich liegt die Faszination auch in der Reduktion. Es ist eine Welt der Ursprünglichkeit und der Ehrlichkeit. Berge verheimlichen und verfremden nichts, wir haben hier authentische Landschaften, die sich täglich, je nach Wetter und Tageszeit, neu zeigen und für immer mehr Menschen zur Leidenschaft werden. Sie öffnen den Weitblick und geben Anstoß zu Rückblick.

Unbestritten ist, dass ein Winteraufenthalt in den Bergen bei vielen von uns ein tiefes Wohlgefühl voller Erholung, Entspannung und Ausgeglichenheit hervorruft. Also nutzen wir diese Ressourcen, die in den Höhenlagen von 800 bis über 2.000 Metern direkt vor der Tür des Rübezahl liegen. Gerade dann, wenn die oft stressigen Weihnachtsferien vorbei sind, zeigt sich das Land der Könige in einer einmaligen Klarheit, weiß, kühl und echt! Ein Versuch lohnt, vielleicht mit dem Winterspass.

Bis dahin schneeflockenleichte Grüße von Lisi von der Rezeption

Ein ganz normaler Tag im Oktober

Freitag, 7. Oktober 2011

Was gibt es Herrlicheres als einen schönen, klaren Herbsttag mit seinem typisch erdigen Geruch, mild-wärmenden Sonnenstrahlen und einem Bergpanorama, dass man selbst als Einheimischer ins ehrfürchtige Staunen gerät?

An solchen Tagen wird einem bewusst, was für ein unbeschreibliches Glück es ist, in solch einer wunderschönen Landschaft leben zu dürfen. Klar, dass man sie nicht nur hinterm Schreibtisch verbringen will. Ein Grund mehr, mit Hausgästen Ausflüge in die nähere Umgebung zu unternehmen. Die freuen sich über Tipps und Insiderwissen und ich freue mich, selbst zwischendurch eine Auszeit vom Alltagsstress zu bekommen, in der Natur Kraft zu tanken für die nächsten Herausforderungen. Und natürlich stehe ich gerne mit Rat und Tat zur Seite und habe meinen Spaß daran, „meine Gäste” über so manchen Schleichweg zum Ziel zu führen.

Ich mag es, mit offenen Augen und Ohren durch die Natur zu gehen. Es ist einfach faszinierend, was man alles entdeckt. Und es kommt nicht darauf an, immer große Touren zu planen. Deshalb war ich mit zwei Ehepaaren am Schwansee unterwegs. Der wunderschöne See mit seinem märchenhaft-verwunschenen Flair und seinem tiefgrünen Wasser weckte natürlich ganz besonders die Begeisterung meiner Begleiter. Auch mich berührt seine Schönheit jedes Mal wieder – umgeben von Wald, Schilfgürteln, Streuwiesen und Mooren liegt er still und unergründlich im ehemaligen Schlosspark von Schloss Hohenschwangau.

Apropos Hohenschwangau: Wir beschlossen, durch den Wald zum Schloss hinauf zu wandern. Glücklicherweise hatte ich meinen Gästen geraten, festes Schuhwerk anzuziehen und Wanderstöcke mitzunehmen – denn man weiß ja nie. Ein Spaziergang um den See kann schnell zur Wandertour werden, wenn ich merke, dass meine Mitwanderer Spaß daran haben. Hinauf ging es also bis zur Weggabelung, an der es heißt: Zum Schloss 20 Minuten. Schnurstracks wollten meine Begleiter stramm voran schreiten, aber ich winkte sie zurück. Wir nahmen einen kleinen unscheinbaren Weg durch den Wald Richtung Berzenkopf. Denn hier ist es ruhiger als auf dem Hauptweg zum Schloss. Und tatsächlich: bei unserem gemütlichen Aufstieg begegnete uns fast niemand, der Blick auf den Forggense war beeindruckend in der klaren, trockenen Herbstluft. Zwei kleine Salamander huschten durch die raschelnden Blätter über den Weg. Ein scheues Eichhörnchen kletterte schnell auf seinen Baum, als es uns entdeckte.

Am Abend blieb das gute Gefühl, einen wunderschönen Tag optimal genutzt zu haben. Es muss ja nicht immer die Mammut-Tour mit hohen Zielen sein. Wenn ich nicht das Glück hätte, hier im Ostallgäu zu leben, ich würde wohl jetzt im Herbst keine Gelegenheit für einen Wochenendausflug auslassen. Deshalb haben wir ein eigenes Last-Minute-Paket geschnürt. Sozusagen für spontane, schöne Herbsttage. Noch genau die richtige Gelegenheit Wärme zu tanken, bevor es richtig kalt wird.

Herzlichst,
Ihr Erhard Thurm

Die Last des Lobes

Sonntag, 25. September 2011

Ein Blick zurück – Anfang Februar. Anruf aus Hamburg, zwei Mitarbeiter von GeoSaison möchten im Haus fotografieren. Auf Nachfrage wofür, zu welchem Anlass, die lapidare Antwort: es handelt sich um eine eventuelle Reportage. Mehr könne man im Moment dazu nicht sagen. Tage später kommt ein Fotograf in Begleitung, stellt sich korrekt vor, gibt sich ansonsten zugeknöpft. Er wolle im Haus fotografieren. Nein, Unterstützung, geschweige denn Beratung, wo, was, wie am besten in Szene gesetzt werden kann, brauche er nicht. Nach zwei Stunden sind sie wieder weg.

Einige Monate später ein Anruf aus der Hamburger Redaktion. Ich sollte doch bitte ein Zimmerbild per Mail senden. Wofür konkret? Die Antwort bleibt vage. Ein ungutes Gefühl in der Magengrube, ich schicke es trotzdem per Mail los. Monate vergehen.

geosaisonIm September bekommen wir über unsere hauseigene Presseagentur eine Presseinformation aus dem Haus Gruner + Jahr. Dort wird die GeoSaison, DAS Hochglanz-Reisemagazin der Republik, verlegt. Das Hotel Rübezahl sei zu den achtzehn schönsten Landhotels in Deutschland gekürt worden. Besser, die Redaktion hat sich nach eigenen Kriterien quer durchs Land Häuser im Viersterne-Bereich angesehen, die in Preis und Leistung, durchs Konzept, die besondere Lage, ihre Individualität, aus der breiten Maße herausragen. So die spätere Erklärung.

Damit ist bei uns der Druck aus dem Kessel, die Skepsis, was aus dem introvertierten Verhalten der Hamburger Redaktion zu schließen ist, wandelt sich in Freude. Ja, wir freuen uns, uns im „who is who” der der deutschen Landhotels als Nummer 9 von dann doch insgesamt 17 Häusern wiederzufinden.

Beschreibungen wie: Wer sich hier besonders wohl fühlt: „Monarchisten, Genießer und Romantiker”, ja das schmeichelt und gibt die Hausphilosophie wider. Die beschriebene Situation ist aber auch eine Innenansicht, wie nah Erfolg und die Sorge um Nichterfolg beieinanderliegen. Auch wenn man vom eigenen Konzept noch so überzeugt ist, Qualität lebt und Gastgeber von Herzen ist, bleibt man doch angreifbar. Denn die eine Momentaufnahme, der Besuch des Redaktionsteams, entscheidet letztendlich über die Beurteilung an ziemlich prominenter Stelle. Da kommt man sich dann vor, wie auf einem schmalen Grat hoch oben in unseren Allgäuer Bergen! Ein falscher Tritt und man fällt öffentlich ins Bodenlose.

bergeApropos, droben am Berg ist es momentan strahlend schön, mit ungetrübter Fernsicht und dem weichen, wehmutsvollen Licht des Herbstes. Jetzt ist die Zeit, den Sommer in einem milden Sonnenlicht zu verlängern, auf die Höhen zu gehen und abends vor dem Kamin in Ruhe den Tag ausklingen zu lassen – hier im ruhigen Umfeld der Königsschlösser.   (schauen Sie unsere Aktiv-Pauschalen).

PS: und die Gratwanderungen mit Rucksack und Wanderschuhen ist um einiges ungefährlicher, als eine anonyme Hotelbewertung – denn man bewegt sich auf gesicherten, gut ausgeschilderten Bergwegen. Das ist beim unternehmerischen Weg etwas anders: Auch bei der besten Routenplanung sind die Wegabschnitte nicht immer klar einsehbar – umso größer ist dann die Freude, wenn man ein hohes Ziel erreicht hat – so, wie die „Adelung zu einem der schönsten Landhotels” eben. Vor allem auch deshalb, weil wir ganz sicher und transparent gesehen haben, diese Redaktion lässt sich nicht in die Karten schauen, sich damit auch nicht beeinflussen – deshalb von dieser Stelle ein herzliches Dankeschön nach Hamburg für die neutrale und deshalb besonders wertvolle Beurteilung.

Herzlichst
Ihre Giselle Thurm

111.111 mal alles inklusive

Freitag, 5. August 2011

Vor wenigen Tagen wurde die 111.111te All-Inklusive-Karte, die in den Ammergauer Alpen, im Außerfern und im Allgäu gültig ist, an einen Stammgast ausgegeben. Anlass für eine kleine Feier im Hotel Rübezahl

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„Schade, dass es die KönigsCard erst jetzt gibt. Die hätte ich vor zehn Jahren für mich und meine Familie auch schon gerne genutzt.” Spontan hat der Pensionär Wolfgang Knappstein die familientauglichen Seiten der All-Inklusiv-Karte während einer kleinen Feierstunde im Hotel Rübezahl kommentiert.  Unser Stammgast war der 111.111 ! -  der in den ersten 20 Monaten seit Einführung die rund 200 Leistungen nutzen kann.

Bis Dezember 2010, innerhalb des ersten Projektjahres, wurden rund 34.000 Karten bei einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 4,4 Tagen ausgegeben. Die Verdreifachung der Karten- und damit Gästezahl hat sich parallel mit einer Leistungssteigerung von 80 auf 200 Angebote bis heute rasant entwickelt.

Deshalb ließ es sich der Geschäftsführer der Betriebsgesellschaft nicht nehmen, den Schwangau-Insider aus dem Sauerland, der seit 50 Jahren ins Ostallgäu kommt, selbst zu begrüßen und mit einem Blumenstrauß zu überraschen.

Martin Kumbrink unterstrich dabei den generations- und interessensübergreifenden Einsatz der Karte. „Die Leistungen sind von den Bergbahnen über die Schifffahrt bis zu namhaften Museen so vielseitig, dass jeder seine persönlichen Highlights findet“.

Wolfgang Knappstein sei dafür ein gutes Beispiel. Er nutzt, wie viele seines Alters, die Bergbahnen und die Forggensee-Schifffahrt als Alternative, um kraftsparend in den Genuss einiger der schönsten Seiten am Urlaubsort zu kommen. Außer seine Enkelkinder würden ihn begleiten, räumt er ein. Dann stünden Kletterwald, Rodelbahn und Erlebnisbäder auf dem Programm.

Auch von Gastgeberseite habe sich die Kooperation gelohnt. Nach längerer Kalkulation habe man sich dort pro Karte, und damit richtig, entschieden. Die Aufenthaltsqualität und die Kundenbindung an die Region als Gesamtdestination seien spürbar gestiegen.

Kommen Sie an Deck!

Donnerstag, 28. Juli 2011

deckKlang für mich beim ersten Mal wie die Aufforderung des Kapitäns, während der Kreuzfahrt sich am Schiffsdeck einzufinden. Dabei haben meine beiden Chefs „nur” zur Gästebegrüßung aufs neue Panoramadeck eingeladen. Neben einer super Kulisse auf Schlösser und Allgäuer Berge haben sie dort am vergangenen Samstag ganz keck aufgefordert, hier an Deck nicht nur ein Käptn`s Dinner zu erwarten, sondern doch selbst mal in See zu stechen. Stimmt ja auch, wenn es auch anders gemeint war, als im klassischen Sinne.

Schließlich sind wir im seenreichsten Teil des Allgäus. Und man kann von der Linienschifffahrt bis zum Segeln, Surfen oder Schwimmen wirklich für jede Art Wassersport den richtigen Platz, sprich See, auswählen. Die Zahl 42(!) Seen allein im Landkreis Ostallgäu ging mir nicht mehr aus dem Sinn. Wie Schuppen fiel mir von den Augen, was ich offensichtlich längst gewohnt war. Ja, für jede Gelegenheit gibt’s den richtigen See – in unmittelbarer Nähe.

Den Alpsee zum Beispiel, eingebettet zwischen die beiden Schlösser. Ein klassischer Holzkahn, den Liebsten an Bord und ein romantischer Bootsausflug vor großer Kulisse ist sicher. Badenixen treffen sich zuallererst am Schwansee, fünf Minuten von hier. Er ist sehr schnell herrlich warm. Sonnenstrahlen auf der Haut, Ruhe ringsum, weil er so schön im Schlosspark liegt. Leinen los heißt es nebenan am Bootsanleger Forggensee. Mit den beiden Motorschiffen Füssen und Roßhaupten kann man sogar als Radler bequem von einem zum anderen Seeufer gelangen, (falls die Forggenseeradrunde mal zu anstrengend wird). Lohnt sich, ist immerhin der viertgrößte See Bayerns und die Schifffahrt bleibt auch diesen Sommer gratisfür unsere Gäste – weil wir Partner der KönigsCard sind. Deshalb haben ja auch Segelfreunde in Rieden gute Karten für einen Schupperkurs.

Wem das alles zu viel ist, der verzieht sich an einen der vielen Naturseen, mit samtig dunklem Moorwasser. Ideal ist der Hegratsriedsee, ein paar Radminuten entfernt. Streuwiesen, Kuhglocken, seltene Blumen am Wegrand und sonst nur eins, Ruhe, Entspannung und ein wundervolles Wasser. Sorry, jetzt habe ich nur vier Seen aufgezählt, unmittelbar in Hotelnähe. Die anderen 38 sind nicht weniger interessant – und alle mit hoher Wasserqualität. Ach, bevor ich es vergesse, hier im Allgäu hat man freien Zugang zu den Seeufern. Das ist wohl nicht in allen Bundesländern so. Verwunderte Blicke und immer wieder die Nachfrage von Gästen haben mich erst darauf gebracht, dass das gar nicht überall selbstverständlich ist. Hier schon!

Eure Christiane von der Rezeption

Klettersteig-Lehrpfad am Tegelberg

Mittwoch, 6. Juli 2011

Wieder etwas Neues !   Kletter-Training vor der Haustüre. In Rieden im DAV-Kletterzentrum geht das ja schon länger. Jetzt haben wir die Cabrioform – unter freiem Himmel am Tegelberg. Dort hat vor kurzem das Bergsportzentrum neu eröffnet.

Tafel 1 Klettersteig 120x 80Den Familien-Klettersteig Gelbe-Wand haben sie zum Klettersteig-Lehrpfad umfunktioniert. Sobald man den drauf hat, kann man den neu versicherten Tegelberg-Steig angehen. Ein wunderschöner Steig mit Blick auf den Forggensee und Schloss Neuschwanstein, der aber nicht ohne sein soll. Er soll ganz schön auf die Arme gehen. Vielleicht setzen sie ja noch ein paar Trittbügel. Laut Bergsportzentrum gilt er als mittelschwer.

Am neuen Infozentrum an der Talstation der Tegelbergbahn gibt es kleine Kletterfelsen und Infotafeln zu den Steigen. Ab 16. Juli bis September jeden Samstag von 9 bis 10 Uhr und donnerstags von 18 bis 19 Uhr informieren erfahrene Bergführer über die Steige und die sonstigen alpinen Sportmöglichkeiten.

Hätte nicht gedacht, dass wir hier gleich drei verschiedene Klettersteigrouten bekommen. Es sind noch nicht alle fertig, aber bis zum Herbst soll der „Fingersteig” als schwerste Route auch zu gehen sein. Da werde ich wohl noch etwas länger in der Halle trainieren. Mukis sind da gefragt. Fast die Hälfte meiner Freunde klettert auch. Eine echt coole Sache mitten im Naturschutzgebiet Ammergauer Alpen. Aber Naturschutz geht vor. Deshalb ist der Tegelberg-Steig von November bis Mai gesperrt.

Krass ist, dass viele nicht an die richtige Ausrüstung denken. Das geht gar nicht. Klettersteigset, Helm und feste Bergschuhe müssen einfach sein und die Info unten im Bergsportzentrum schadet auch nicht. Und bei Regen kann man sich erst in Rieden fit machen. Die Elisabeth und die Christiane von der Rezeption sollen das unseren Gästefamilien auch gleich mit auf den Weg geben. Kein „Gemaule” mehr, wenn die Eltern nur zum Wandern wollen und die Kinder lieber Action hätten. Kann man prima verbinden!  :-)

Ihr Koch-Azubi Thomas

Arbeitsplatz mit Perspektive

Mittwoch, 22. Juni 2011

Liest sich wie eine Stellenbeschreibung. Es ist viel mehr – eine Liebeserklärung an meinen Freiluft-Arbeitsplatz!

Die Wette, um Deutschlands schönsten Arbeitsplatz würde ich diesen Sommer definitiv gewinnen! Warum? Weil wir die Wellness- und SPA-Anwendungen jetzt im Sommergarten des Rübezahl anbieten – mit direktem Schlossblick versteht sich! Natürlich haben wir uns zu diesem Angebot nicht wegen uns entschieden. Wir haben uns in Ihre Lage als Wellnessgast versetzt.

Sommer, Sonne und Outdoor-Wellness im Rübezahl.

massage103Seien Sie doch mal ehrlich: wo möchten Sie bei Sonne und 25 Grad im Schatten eine Massage bekommen? Unter Kunstlicht oder draußen im Wellnessgarten? Natürlich gut abgeschirmt gegen Blicke Unbeteiligter und dafür mit freier Sicht von der Massageliege aufs Märchenschloss Neuschwanstein und Hohenschwangau!

Keine Frage, Outdoor-Wellness ist Wohlgefühl für alle Sinne. Um wie viel entspannender ist eine Rücken-Aroma-Massage wenn gleichzeitig frisch gemähtes Heu duftet, der Bachlauf plätschert und eine wohlig warme Brise über den Rücken streicht. Dann blinzelt man verträumt und muss sich beim Blick auf das majestätisch-kühle Weiß von Neuschwanstein besinnen: träum ich oder wach ich?

Übrigens sind wir in der Outdoor-Wellness wirklich ganz ungestört von unliebsamen Blicken. Darauf haben wir bei der Gestaltung größten Wert gelegt. Nehmen Sie mich beim Wort und meine Erfahrung als Kneipp-Therapeutin in Anspruch. Diese Erfahrung ist auch der Grund, warum wir zwei Wellnessanwendungen nur drinnen anbieten: Abhyanga und Lomi Lomi. Alle anderen, von der Prana Stone bis zur entschlackenden Veda Me Massage passen sehr gut unter freien Himmel.

Ihre Gabi

PS.: Yoga und Pilates finden natürlich auch draußen statt – eine Etage höher auf dem Panoramadeck.

Leinen los für die weiße Flotte

Freitag, 10. Juni 2011

Es ist einfach reizend. Kein Mensch denkt beim Thema Allgäu an Schifffahrt sondern nur an Berge. Immer wieder erlebe ich verwunderte Blicke, wenn ich unseren Gästen als Tipp eine kombinierte Schiff- und Radtour empfehle. Doch das kann man guten Gewissens.

luft_musicalSchließlich übertrifft der Forggensee mit 12 Kilometern Länge und 3 Kilometern Breite alle anderen Seen im Allgäu. 16 km² Fläche heißt, er ist der viertgrößte See Bayerns.  Obwohl er vor über 60 Jahren als Stausee gebaut wurde, geht er heute, bei vollem Wasserstand glatt als Natursee durch.

Ja Wasserstand ist heute mein Stichwort. Wir haben heuer länger drauf gewartet, dass er endlich voll wird. Am 04.06. war es so weit: Leinen los für die MS Allgäu und die MS Füssen. Seitdem sind schon die ersten Gäste von uns an Bord gegangen und haben dem Bordpersonal einfach die Karte gezeigt. Nicht die rote, sondern die KönigsCard. Und das ist ja das geniale, mit ihr hat man gleich auf drei Seen freie Schifffahrt: am Forggen-, Heiterwanger- und Plansee.

Die drei auf einen Streich gehören für mich zu den einzigartigen Gebirgsseen. Giftgrün oder stahlblau, je nach Witterung und Sonneneinstrahlung! 

Hier vom Rübezahl aus kann man entweder direkt in Waltenhofen oder Brunnen an Bord gehen, mit und ohne Rad übrigens. Je weiter man sich vom südlichen Seeufer entfernt, desto großartiger wird der Blick auf die Bergwelt der Ammergauer, Lechtaler und Tannheimer Alpen, die Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau und die Füssener Stadtsilhouette.

schifffahrtVielleicht will ja jemand auf dem Forggenseeradweg nur ein Stück lang in die Pedale treten und sich dann zurückschippern lassen. Der Fantasie sind fast keine Grenzen gesetzt. Das trifft übrigens auf die KönigsCard auch zu. Sie hat inzwischen fast 200 Leistungen zwischen Allgäu, Oberbayern und Tirol, die jeder unserer Gäste auch am An- und Abreisetag in Anspruch nehmen kann.

Die Resonanz ist verständlicherweise gut. Dabei höre ich immer wieder, dass es nicht nur die Kostenersparnis ist, die gefällt. Selbst langjährige Stammgäste finden durch die Karte noch Angebote und Erlebnisse, die sie noch nicht kannten oder ganz einfach noch nicht wahrgenommen haben. Vielleicht will es ja jemand in den Pfingstferien mit Familie testen.

Also bis dann und schöne Pfingsten für alle
Eure Gabi

Ausflugstipp: Die Wieskirche in Steingaden

Freitag, 3. Juni 2011

Erst kürzlich habe ich den Brettlesweg - einer der schönsten Zugänge zur Wieskirche – ausgekundschaftet. Es handelt sich hierbei um einen gemütlichen Spaziergang von ca. 3 Stunden ohne große Steigungen.Von Steingaden - dort kann man das Welfenmünster besichtigen – führt uns der Weg durch ein herrliches Hochmoorgebiet über einen Bohnenweg, den so genannten „Brettlesweg”. Am Marktplatz Steingaden geht es rechts durch den Torbogen, dann am Sägewerk vorbei und am Mühlbach entlang bis zur B17.

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Nach ca. 150 m biegen wir nach links ab und wandern immer gemütlich am Bach entlang. Leicht ansteigend weiter bis wir einen Forstweg erreichen, der später ansteigend bis zu einer Abzweigung führt. Hier biegen wir rechts ab, dem Hinweisschild »Brettlesweg-Wies« folgend. Der Brettlesweg ist auch ein Teil des Prälatenwegs. Er führt uns durch ein wunderschönes Hochmoor (ca. 30 Minuten). Nach der Durchquerung des Moors geht es nach links weiter über Wiesen bis zur Wieskirche.

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Die Wieskirche wird auch die Wallfahrtskirche „Zum gegeißelten Heiland auf der Wies” genannt. Sie ist als Weltkulturerbe inzwischen international bekannt. Die Gebrüder Zimmermann haben mit ihr ein Meisterwerk des Rokoko geschaffen. Im Sommer finden immer wieder festliche Konzerte dort statt.

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Der Rückweg kann natürlich auch wieder über den Brettlesweg erfolgen, oder aber man läuft über die Landvolkshochschule Wies und den Ortsteil. Litzau weiter auf einer Teerstraße bis zum Gagrasweiher. Ein steiler Weg führt uns bergab zum Sägewerk und kurz darauf sind wir wieder am Marktplatz, unserem Ausgangspunkt angekommen.

Eine schöne Tour wünscht

Ihre Brigitte von der Rezeption

Der Mythos lebt weiter

Donnerstag, 26. Mai 2011

Was steckt dahinter, fragen wir uns oft. Warum hat König Ludwig auch 125 Jahre nach seinem Todestag noch solche Anziehungskraft? Ist es der Mythos um seinen Tod? Ist es Neuschwanstein? Sein exzentrisches Leben? Diese Antwort mag jeder selbst finden.

ludwigDie Antwort für Schwangau können wir geben. Hier ist man bis heute tief mit „unserem Kini” verbunden. Die Wirtschaftskraft des königlichen Hauses, seine gute Hand als Arbeitgeber haben sich über die Generationen erhalten. Kein Wunder, dass wir Schwangauer auch den 125. Todestag vielfältig begehen.

Traditionell lodert am 12. Juni nach Einbruch der Dunkelheit am Tegelberg ein Bergfeuer. Am 13. steht eine Gedenkmesse mit Trachtenträgern, Kirchenchor und Blaskapelle in St. Coloman im Kalender. Der grandiose Blick aus der Kirchentür direkt auf Neuschwanstein inklusive. Manche bezeichnen uns deshalb als „königstreu”. Wir nehmen es hier gelassen und sportlich und starten bereits am Sonntag, 29.05. eine Radtour. Start und Ziel der königlichen Runde durch die Allgäuer Landschaft ist die Tegelberg-Talstation.

Wer den Termin verpasst, kann sie übrigens auf unseren Leih-Rädern gerne auf eigene Faust nachfahren. Die, die lieber zu Fuß unterwegs sind, begeben sich auf Schusters Rappen auf Spurensuche. Geführte Wanderungen zu den Themen „Ludwigs Kinder- und Jugendjahre” und „Mord oder Selbstmord” dürften von Juni bis August die Besucher anziehen. Und am 26. August erklingt auf Neuschwanstein königliche Abendmusik, während Familien sich den 27.August um 19.30 Uhr in den Kalender schreiben sollten – dann ist Familienführung.

Unabhängig von all diesen Terminen haben Sie immer wieder Gelegenheit an abendlichen Sonderführungen teilzunehmen. Wir sind zum Glück so nah dran am Schloss, dass unsere Gäste immer wieder in diesen besonderen Genuss kommen, das Märchenschloss geruhsamer und ruhiger zu erleben, als es während der Sommer-Öffnungszeiten der Fall sein kann. Denn es ist wirklich so, dem Mythos “Ludwig II” verfallen jährlich mehr als 1, 3 Millionen Besucher von Neuschwanstein. Da ist es manchmal geruhsamer, sich dem Königstraum relaxt am Sonnendeck des Rübezahl zu nähern. Denn der Blick von hier ist allein schon traumhaft!

Ihre Giselle Thurm