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Das Glück kommt selten allein

Sonntag, 8. Januar 2012

Schön, werden Sie denken. Das denken wir nach dem letzten Wochenende ganz besonders. Auch wenn die Beschreibung wie ein Marketinggag eines Romantikhotels klingt.

romantikDoch die Realität ist manchmal viel schöner und gar nicht kitschig. Denn am letzten Freitag haben wir unseren Augen und Ohren nicht getraut.

Zehn Menschen, fünf glückliche Paare, waren “zufällig unsere Gäste”. Zwei davon auf Flitterwochen, ein Paar feierte stilvoll sein Einjähriges und zwei Paare segeln in Kürze in den Hafen der Ehe.

Eines von diesen hat uns fast zu Tränen gerührt, besser der künftige Ehemann. Er hat seine Liebste mit einem Candle-Light-Dinner in der Ludwig Loge überrascht. Uns auch. Denn als ich gerade die Champagnergläser nach dem Aperitif abservieren wollte, kniete (!) der schneidige junge Mann vor seiner Angebeteten. Ich war völlig konfus und mindestens so sprachlos, wie die künftige Braut. Völlig perplex, ziemlich gerührt hat sie ohne zu zögern ein leises „JA” gestammelt. Das wird beim offiziellen Teil dann sicher lauter sein.

Was mich dabei besonders berührt, beschäftig und zugleich freut: alle fünf Paare waren im Alter ganz unterschiedlich. Alle haben offensichtlich einen romantischen Rückzug gesucht – und hier bei uns gefunden. Super schön für uns und eine Verantwortung und Herausforderung. Diskretion ist in solchen Momenten gefragt aber auch eine Portion Courage, die Situation richtig und mit ganzem Herzen zu begleiten.

Ehrlich gesagt, ich habe einfach aus dem Bauch heraus reagiert und hoffe, die beiden waren mit meinem Service, dem traumhaften Menü von Michael Bernhard und unserer Romantik-Suite zufrieden. Gewirkt haben sie so. Die anderen beiden, die die “Sissi’s Traum” und “Wellness” Suite bewohnten, haben sich besonders über die Whirlwanne für zwei gefreut. Zugeben, für unsere Kolleginnen auf der Etage sind diese Suiten eine echte Aufgabe. Überall Rosenblätter, Champagner und sehr, sehr schöne Swarowski Steinchen…

Beim Verabschieden haben wir alle eines gemerkt, Glück ist überall da, wo Menschen zufrieden sind und strahlen – was für ein Glück für uns im Rübezahl, ein romantisches Hotel zu sein.

Ihre Carolin vom Service

Liebesschlösser vor den Märchenschlössern

Sonntag, 18. September 2011

Solche Meldungen dürfte die Allgäuer Zeitung häufiger bringen – nämlich positive, die zum Lächeln anregen und indirekt sogar mit meinem Arbeitsplatz in Verbindung stehen:

In der Donnerstagausgabe der AZ war ein Foto von Neuschwanstein durch das Geländer der Marienbrücke oberhalb des Schlosses, geschossen – daran hingen kleine Vorhängeschlösser. (Leider haben wir das Foto nicht bekommen, ich hätte es so gerne gezeigt).

schloss10Der Brauch hat sich durch unsere italienischen Besucher so langsam aus der Metropole Rom, wo sie seit Jahren als „Lucchetti dell`Amore” an der Milvischen Brücke hängen, bis nach Schwangau eingeschlichen.  Einfach schön! Liebespaare schwören sich ewige Treue, befestigen das Schloss am Brückengeländer und werfen als Zeichen unauflöslicher Verbindung die Schlüssel in die Tiefe der Pöllatschlucht. Besonders schön, wenn man solche Romantiker persönlich kennt und den Turteltauben tagtäglich nahe kommt.

Das sind die Momente, in denen ich meinen Beruf als Hausdame besonders liebe. Wir bereiten die Romantiksuiten für Honeymoon-Gäste vor, achten auf jedes romantische Detail. Von den passenden Kerzen um die Whirle-Wanne bis zum Sektkühler und den strahlend polierten Gläsern.

Und wenn dann auch reifere Paare von einer romantischen Picknick-Ausfahrt mit unserem „Barockengel” zurückkommen, leben selbst wir mit auf. Es ist einfach schön, in einer ansonsten so harten, herben und strengen Welt entspannte, ja glückliche Gesichter zu sehen.

Auch dafür leben wir unseren Beruf hier – allen voran unser Chef. Er sucht die verschwiegenen Picknickplätze aus, chauffiert das Paar dorthin, um sie erst wieder abzuholen, wenn er per Handy gerufen wird. Wenn dann abends die frisch Vermählten oder Silberpaare beim Candle-Light-Dinner sitzen, frag ich mich manchmal: Was strahlt mehr, die Augen dieser Menschen oder unsere Swarovski-Steine im Spiegelsaal?

romantik1Ich hoffe, dass dieser Romantikausflug zu den Liebesschlössern und der Blick durchs Schlüsselloch der Romantiksuite nicht zu sehr heile Welt sind? Dabei tut gerade das uns allen zwischendurch besonders gut. Raus aus dem Alltag, rein in eine geschützte, heile Welt auf Zeit. Beziehung aufleben lassen, auffrischen oder ganz neu in die Zweisamkeit starten.

Ich wünsch allen viel Glück dabei !

Ihre Hausdame Nena

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Eine Braut, die sich traut

Freitag, 16. April 2010

Jetzt ist er rund um den Schwansee auch durchgebrochen – der Frühling!   cisne

In zartgrün mit weißen Punkten und blassblauen Tupfern, fast zu schön für die Wirklichkeit.

Im Ernst, zwischen April und Mai, geben sich die Feuchtwiesen um den idyllischen See unterhalb des Schlosses Hohenschwangau alle Mühe, gut auszusehen.

Mehlprimeln wetteifern mit Schlüsselblumen, Buschwindröschen wiegen sich am Wegrand, der zu den Parkanlagen des Schlosses führt. Genau die richtige Zeit, dort auf der Bank zu sitzen, Händchen zu halten und in die Zukunft zu träumen – ich stell mir das so romantisch vor.

Jedes Mal wenn bei uns im Hotel eine Hochzeit stattfindet, mit Sektempfang auf der Terrasse mit Blick auf Schloss Neuschwanstein, ein tolles Menü und Feier bei meinem Arbeitgeber im Rübezahl, bekomme ich so eine herzSehnsucht.

Ich wüsste auch schon ziemlich genau, wie das Brautkleid aussehen sollte…   ;-)

Ihre Christiane von der Rezeption


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