Year One – Aller Anfang ist schwer ist eine US-amerikanische Filmkomödie aus dem Jahre 2009. Regie führte Harold Ramis, der auch das Drehbuch schrieb und die Rolle des „Adam” besetzt.
Aller Anfang ist schwer – omne principium difficile – ist vor allem ein ursprünglich aus dem Lateinischen übersetztes Sprichwort.
Seine eigentliche Bedeutung habe ich erst die letzten Wochen so ganz und hautnah begriffen: Wenn das Sprichwort sagt: Aller Anfang ist schwer – so will es damit aufmuntern und über die Klippen hinweghelfen. Es will trösten, später ist es dann nicht mehr so schlimm; dann läuft das einmal Begonnene leicht und glatt zu Ende. Das Sprichwort handelt also eigentlich gar nicht vom Anfang, sondern vom Anfangen: von jenen berühmten schweren Augenblicken, in denen ein Werk begonnen wird.
74 Bautage und 19 Tage Betriebszeit später wäre es schlichtweg falsch, zu sagen, es lief von Null auf Hundert alles sofort glatt und super. Diese sportliche Bauphase, in denen das Haupthaus entkernt, das Landhaus renoviert und Beide technisch völlig neu ausgestattet wurden, hat natürlich auch technische Startschwierigkeiten verursacht. Inzwischen können wir darüber lächeln, uns freuen, dass von allen Seiten die nötige technische Unterstützung, schnelle Hilfe und ab und an konstruktive Kritik kam.
Verständnisvolle Gäste nahmen den nachmittäglichen „Feueralarm” in der Solegrotte gelassen. Ein Rauchmelder war zu dicht an der Eingangstür der mit Salzsteinen ausgekleideten Grotte platziert. Die Swarovski-Steine funkelten beim ersten Candle-Light-Dinner zu grell. Die Lichtanlage musste kurzfristig noch mal nachgeregelt werden.
>Wir haben geschwitzt, gezittert und improvisiert< , sagte Christiane von der Rezeption. Ja das stimmt wohl. Sie half mir, im maximalen Stress, kurz vor den Weihnachtstagen die Handwerker mit Engelszungen zu motivieren – und siehe da: alle haben ihre maximale Leistung gegeben, sich eingebracht und dazu beigetragen, dass wir über Weihnachten und Silvester einen fast reibungslosen Hotelbetrieb hatten. Schöne, unvergesslich romantische Tage für unsere Gäste – das war das Ziel. Dabei haben wir aktiv zugehört – denn nur dann kann man lernen – hier und da nacharbeiten, optimieren, verbessern. Danke an Sie alle – Sie haben die kleinen technischen Pannen mit einem langen Geduldsfaden gelassen genommen.
Jetzt läuft das Begonnene technisch reibungslos, die Arbeitsabläufe haben sich eingespielt und ganz wichtig: nun bleibt auch die Zeit für alle guten Geister des Hauses, selbst mal durchzuatmen, ein paar Tage im Wechsel frei zu nehmen oder sich unter die wohltuenden Hände unserer Physiotherapeuten zu begeben. Eine Runde im neuen Außenpool selbst zu erleben. Sich die Zeit nehmen und das Panorama aus der Orangerie heraus wahrzunehmen.
Ihre Giselle Thurm




