Artikel-Schlagworte: „Tegelberg“

Energie für meine Wadeln

Samstag, 19. Juni 2010

Mountainbiker, die auf ihren vollgefederten Bikes, in stylischem Outfit an mir vorüberziehen, hießen bisher bei mir Motivationsbremse.  Warum? Weil sie offensichtlich mühelos zwischen Säuling, Tegelberg und der Bleckenau Höhenmeter kurbeln.

Natürlich schwingt etwas Neid mit, wenn ich am Lenker hänge und die Zähne zusammenbeiße, während hunderte von Bikern voll motiviert zwischen dem idyllischen Voralpenland, vorbei an Neuschwanstein zu den Singletrails, Richtung Ammerwald, durchstarten.

Doch das hat jetzt ein Ende. Nicht, dass ich mehr Zeit fürs Konditionstraining habe, nein. Die Alternative heißt Movelo und greift immer dann ein, wenn meine Wadeln die Kraft verlassen. Die optisch ansprechenden E-Bikes gibt’s seit Kurzem in der Radregion Ostallgäu. Bei uns bringt sie ein Radsportgeschäft auf Bestellung gleich ins Hotel.

Sie fahren zwar auch nicht von allein, aber der umweltfreundliche Motor unterstützt die Pedalumdrehungen und verleiht dem Fahrer bis zu dreifache Kraft. Damit bewältigen auch Genussradler, wie ich, weite Strecken und steile Bergstraßen ganz entspannt und mit einem Lächeln. Adieu schmerzverzerrtes Gesicht, willkommen Radeln im Wohlfühlbereich.

Meine erste Ausfahrt hat mich zur Wieskirche geführt. 25 Kilometer einfache Strecke, abseits aller Autostraßen. Durch Wiesen und Wälder und mit dem sicheren Gefühl, der Akku reicht locker. Ja, mein eigener und der dezent unter dem Sattel integrierte Hilfsmotor. Der schnurrt maximal 60 Kilometer, je nach Steigung und Kraft meiner eigenen Beine. Dann geht er wieder an die Steckdose.

Eine feine Sache mit bezahlbarer Leihgebühr von 20 Euro pro Tag. Vielleicht probieren Sie es ja selbst mal in Verbindung mit dem Aktiv-Sommer Angebot im Allgäu mit sieben Übernachtungen im Hotel Rübezahl.

Mit dem eBike bleibt der Blick entspannt auf die wunderbare Natur, das Märchenschloss Neuschwanstein, die malerischen Seen gerichtet. Sturer Asphaltblick und schwerer Tritt adieu, den eBikes sei Dank.

bike2

Ehrlich hin und hergerissen

Freitag, 19. Februar 2010

…Das bin ich jedes Mal, wenn sich das Wetter rund um unser Haus so zeigt, wie die letzten Tage. Natürlich freue ich mich mit unseren Gästen, die begeistert vom Schneeschuhwander Schneeschuwandern im Schwangauoder der Pferdschlittenfahrt zurückkommen.

Peter S. aus Stuttgart kam gestern zu mir und berichtete von der sportlich-rasanten Abfahrt vom Tegelberg.  Allein die Höhendifferenz von 900 Metern, eine hervorragende Pistenpräparierung am Tegelberg und die gesamte Streckenführung seien hier vor der Hoteltüre einfach genial.

Doch eigentlich hätte ich ihn ja lieber mit den Fischkreationen zum Start der „Fastenzeit” verwöhnt. Denn mit dem Aschermittwoch beginnt im christlich geprägten Allgäu ja noch die klassische Zeit des Verzichtens. Sie reicht bis Ostern und zeigt sich im Rübezahl bestimmt nicht als Verzicht sondern flexibel und kreativ. Ich nehme sie zum Anlass ausgesuchten heimischen und internationalen Fisch leicht zu präsentieren.

Elementare regionale Küche kommt in dieser Zeit ebenfalls groß raus. Fast vergessene Gerichte versuche ich ehrlich und doch unserem heutigen Gaumen gerecht anzupassen. Unserem Team fällt es teilweise nicht leicht, Lunchpakete für die Tagesausflüge vorzubereiten, anstatt mit schlichten und klassisch hervorragenden Gerichten zu überraschen. Trotzdem tun es alle mit viel Liebe zum Detail.

Verdenken kann ich es unseren Gästen allerdings nicht - sie haben jetzt täglich die Qual der Wahl zwischen einem romantischen Spaziergang um den verschneiten Schwansee und den super sonnigen Panoramawinterwegen.

koch201

Ein Trost bleibt - frische Luft, Bewegung und neue Erlebnisse machen hungrig und die Abendkarte geht jeden Tag anders darauf ein.

Ihr Küchenchef Franz Ehritz

Zwischen Gunglhos und Bleckenau

Samstag, 13. Februar 2010

Schon erstaunlich, wie angenehm ruhig es hier ist. Dabei liegen zwischen dem Schwangauer Gunglhos und meinem Arbeitsplatz nur zwei Kilometer.

Gestern war wieder einer dieser Abende, ein herausragendes Ereignis im faschingsverrückten Schwangau. Ich mittendrin. Hat natürlich lange gedauert, die Sketche, Stücke und Aufführungen waren ziemlich abgefahren. Umso angenehmer ist es jetzt hier. Eine Oase der Ruhe – ich liebe es, morgens ganz zeitig das Frühstücksbuffet für unsere Gäste vorzubereiten.

Die Vitalecke hat heute richtig schöne Cranberry´s bekommen und der Prosecco fürs späte Frühstück steht im Sektkühler bereit. Denn „meine Gäste“ im Rübezahl lieben eher die Ruhe, als Fasching, Karneval und Co.

Schloss Neuschwanstein

Dafür ist es hier momentan wie geschaffen. Der frisch gefallene Schnee dämpft alle Geräusche. Abends leuchten die beiden Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau zu uns herüber. Eine Zauberwelt, meinte das nette Ehepaar von Tisch neun.

Sie schwören ja auf die abendliche Flutlichtloipe am Fuß des Tegelberg.Tegelberg Ich an ihrer Stelle würde mich lieber im Pferdeschlitten warm eingepackt nach Hohenschwangau kutschieren lassen. Oder die super Rodelstrecke von der Bleckenau genießen. Bis einschließlich Aschermittwoch kann man sich mit dem Bus hinauffahren lassen. Dann beim Rodelverleih eine fahrbare Unterlage geschnappt und schon geht’s in Richtung Tal zurück.

Ach und bevor ich es vergesse: Gunglhos ist kein Ort sondern eine traditionelle Faschingsveranstaltung. Sie reicht bis in die Zeit des Flachsanbaus im Allgäu zurück. Wenn Sie´s genauer wissen wollen, fragen Sie mich – fragen Sie einfach nach der Monique vom Frühstücksservice.

Lebensweisheit beim Wandern

Samstag, 21. März 2009

blumeAllwöchentlich biete ich meinen Gästen geführte Wandertouren ins Ammergebirge oder ins benachbarte Tirol an.

Eine interessante Geschichte erlebte ich mit einem fiten Mitachziger beim Aufstieg zur Rohrkopfhütte, die ca.1.350m hoch gelegen ist.

Mit noch sechs super sympatischen Gästen machten wir uns vormittags auf den Weg.  Allesamt kamen wir “Jungen” auf kaum soviel Lenze wie unser Seniorwanderer. Schon nach den ersten 30 Minuten bemerkte ich, das Peter so hieß er,  die Führung übernahm. Der Rest unserer Truppe schleppte sich ehrer langsam die 500 Höhenmeter in Richtung Berg.  Wie schon zu erwarten war, erreichte unser Peter als erster die Hütte. 

Oben fragte ich Ihn, ob er was trinken wolle.  Er verlangte nach einer großen Flasche Minneralwasser, welche er schnell lehrte. Der nächste Durschtlöscher sollte ein Maß Bier sein !!  Als er bereits die Hälfte gelehrt hatte, näherte sich schwitzend und schnaufend der Rest unserer Wandergruppe. Natürlich wollte nun alle das Erfolgsrezept seiner ewigen Jugend wissen. 

Peter sagte …

  • immer aktiv sein, er übergab seine Landartzpraxis erst mit 79 !! 
  • Ein harmonisches Familienleben
  • positive Gedanken und
  • Disziplin beim Essen und Trinken

So einfach ist das also….dann freue ich mich auf viele, viele aktive Jahre.

Euer Erhard